Kerzen vor der Polizeiwache

Kerzen vor der Polizeiwache

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07. Januar 2008 | 13:20 Uhr Kommentieren | Artikel drucken | Artikel versenden

Drei Jahre nach dem Tod des Asylbewerbers Oury Jalloh haben am Montag mehrere Einwohner von Dessau an das Schicksal des Afrikaners erinnert. Vor dem Dessauer Polizeirevier versammelten sich etwa 30 Demonstranten. Sie legten Blumen nieder, entzündeten Kerzen und bildeten mit den Lichtern den Schriftzug «Oury».

Aktuelle Nachrichten – Dessau (ddp). Drei Jahre nach dem Tod des Asylbewerbers Oury Jalloh haben am Montag mehrere Einwohner von Dessau an das Schicksal des Afrikaners erinnert. Vor dem Dessauer Polizeirevier versammelten sich etwa 30 Demonstranten. Weiterlesen

Gedenken an Todestag von Oury Jalloh

Asylbewerber starb in Dessauer Polizeizelle – Prozess dauert bis März

Gedenken an Todestag von Oury Jalloh

© AP

(PR-inside.com 07.01.2008 11:56:46)
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Dessau (AP) Drei Jahre nach dem Feuertod des Asylbewerbers Oury Jalloh haben sich am Montag rund 30 Freunde des Mannes aus Sierra Leone, Vertreter der Stadt und von Opferverbänden zu einer Gedenkveranstaltung getroffen. Vor dem Haupteingang des Polizeireviers, in dem der 23-Jährige nach seiner Festnahme am 7. Januar 2005 verbrannte, entzündeten sie Kerzen und legten einen Kranz nieder.
Erstmals nahmen auch Polizeibeamte an dem Gedenken teil. Weiterlesen

[taz] „Große charakterliche Mängel“

https://i2.wp.com/www.taz.de/fileadmin/templates/neu/images/logo.gifHassfigur der Dessauer Behörden

„Große charakterliche Mängel“

Mouctar Bah hatte den Tod von Oury Jalloh bekannt gemacht. Seither wird er von den Dessauer Behörden schikaniert.

VON CHRISTIAN JAKOB

Break the Silence – das blieb nicht ohne Folgen für den Aktivisten Mouctar Bah Foto: dpa

 

 

 

DESSAU taz Wenn sich heute Mittag ein paar hundert Menschen am Dessauer Bahnhof versammeln werden, um an den vor drei Jahren in Polizeigewahrsam verbrannten Asylbewerber Oury Jalloh zu erinnern, ist dies nicht zuletzt Mouctar Bahs Verdienst. Der Guineer, ein ehemaliger Kühlhausarbeiter mit abgebrochenem Wirtschaftsstudium und Freund des Verstorbenen, trug erheblich dazu bei, dass der Fall öffentlich bekannt wurde. Er bewirkte die zweite Obduktion von Jallohs Leiche und sorgte dafür, dass dessen in Sierra Leone lebende Eltern als Nebenkläger zugelassen wurden. Der Tod von Jalloh machte ihn zum Aktivisten. Dadurch aber wurde er – diese Vermutung legen die Fakten nahe – zu einer Hassfigur der Dessauer Behörden. Weiterlesen

[taz] In Dessau gilt die Omertà

https://i2.wp.com/www.taz.de/fileadmin/templates/neu/images/logo.gif07.01.2008 1 Kommentar

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Tod eines Asylbewerbers

In Dessau gilt die Omertà

Wie starb Oury Jalloh? In 34 Verhandlungstagen ist man der Antwort darauf nicht näher gekommen. Anwälte werfen der Polizei Falschaussagen vor. VON CHRISTIAN JAKOB

Der Tod Oury Jallohs zog zahlreiche Demonstrationen nach sich Foto: dpa

 

 

DESSAU UND BERLIN taz

„Die Beamten weichen aus, lügen, antworten nicht.“ Ein düsteres Bild vom Verlauf des Prozesses um den Tod des Asylbewerbers Oury Jalloh zeichnen Anwälte nach 34 Verhandlungstagen. „Den Polizeizeugen geht es nicht um Wahrheitsfindung. Und Zeugen außerhalb des Polizeiapparates gibt es nicht“, sagt die Berliner Anwältin Regina Götz, die Jallohs Eltern vor Gericht vertritt. Weiterlesen

Opferberatung erinnert an Tod von Asylbewerber in Polizeizelle

oury jalloh - break the silence[Dessau] Drei Jahre nach dem Feuertod von Oury Jallow wollen am Montag in Dessau die Opferberatung und afrikanische Organisationen des Asylbewerbers gedenken. Die Beratungsstelle für Opfer rechter Gewalttaten will zunächst (10.00 Uhr) ein Gedenklicht auf der Treppe am Eingang der Dessauer Wache entzünden, wie die Organisatoren ankündigten. An der Aktion würden auch der Präsident der Polizeidirektion Ost, Karl-Heinz Willberg, und Grünen-Landeschef Christoph Erdmenger teilnehmen. Die Polizei rechnet mit etwa 20 Teilnehmern. Weiterlesen

[tagesschau] Drei Jahre nach dem Feuertod von Oury Jalloh


Trauer, Wut und die Forderung nach mehr Schutz

Teilnehmer einer Demonstration zum dritten Todestag von Oury Jalloh in Dessau-Roßlau (Foto: dpa) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Teilnehmer einer Demonstration zum dritten Todestag von Oury Jalloh in Dessau-Roßlau]


In dem Fall ist bis jetzt eigentlich nur eines klar: Oury Jalloh starb einen schrecklichen Tod, als er vor drei Jahren bei lebendigem Leib in einer Zelle der Polizeiwache Dessau verbrannte. Inzwischen befasst sich das Gericht mit dem Fall, im März soll es ein Urteil geben. Weiterlesen

Black Power

Andrea Naica-Loebell 15.01.2007

Die afrikanische Gemeinschaft in Deutschland formiert sich gegen Polizeigewalt

Vor zwei Jahren verbrannte der Schwarzafrikaner Oury Jalloh in einer Arrestzelle auf einem Polizeiquartier in Dessau. Sein Todestag war der Anlass für verschiedenste Initiativen, sich bei der Afrikanischen Community-Konferenz zu treffen, um unter anderem gemeinsam gegen rassistische Polizeigewalt zu protestieren. Oury Jalloh war ja nicht das einzige Opfer und die Familien verschiedener Afrikaner, die durch Polizisten in Deutschland zu Tode kamen, wollen sich nun verstärkt zusammenschließen und gemeinsam für Gerechtigkeit kämpfen.

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Zu der [extern] Konferenz, die von der Afrikanischen Flüchtlingsinitiative Dessau, [extern] The Voice Refugee Forum, der Flüchtlingsinitiative Brandenburg ([extern] FIB) und der Initiative Schwarzer Menschen in Deutschland ([extern] ISD) veranstaltet wurde, kamen 120 Vertreter verschiedenster Organisationen, um sich zu vernetzen und Strategien für ihre künftige Zusammenarbeit zu entwickeln. Gemeinsam erinnerten sie bei anschließenden Mahnwachen und Demonstrationen in Dessau und Berlin an den schrecklichen Tod des aus Westafrika stammenden Oury Jalloh und forderten laut [extern] „Aufklärung, Gerechtigkeit, Entschädigung“. Weiterlesen