shango sound intl. … thunder & lightning …

Beiträge vom April 2007

[prozessbeobachter] 5. Prozesstag

2007 .. April .. 20 · Kommentar schreiben

__________________________________________________________________
5. Prozesstag – 19. April 2007 // 9.00 – 18.30

„’Komm zurück und macht mich ab’, den ganzen Tag über“

 

Die zentrale Zeugin Beate H. wurde 9 Stunden befragt

Bevor der fünfte Prozesstag so richtig begann, kam es zu einem tumultartigen Zwischenfall im Saal 118 des Dessauer Landgerichts. „Nee da nicht hin, dass ist gefährlich“, sagt ein anwesender Afrikaner und meint damit ein jungen Mann, der allein in der Ecke sitzt. Vor Prozessbeginn macht die Information die Runde, dass dieser ein Prozessbeobachter der neonazistischen NPD sei. Tatsächlich veröffentlichte ein Autor namens Swen Behrendt auf einer Internetseite der NPD ein Artikel der den Schluss zulässt, dass ein rechtsextremer Aktivist persönlich den Verlauf der Hauptverhandlung verfolgt hat.

„Dieser Mann ist rassistisch“, sagt ein anderer Mann mit afrikanischem Migrationshintergrund dann. Mit Verweis auf den öffentlichen Charakter des Prozesses versucht eine Justizangestellte schließlich, (mehr…)

Kategorien: afro beat · black germany · euro mayday · nasen · oury jalloh

[prozessbeobachter] 6. Prozesstag

2007 .. April .. 20 · Kommentar schreiben

6. Prozesstag – 20. April 2007 // 9.00 – 10.45 www.prozessouryjalloh.de

Mit einer mechanisch betriebenen Kübelspritze war Jalloh leicht zu löschen“

 

Heute befragt das Gericht den 44-jährigen Zeugen Lutz K. Der Beamte der Dessauer Berufsfeuerwehr kleidet den Rang eines Brandoberamtsrats aus. Lutz K. war am 07. Januar 2005 der Einsatzleiter der Feuerwehr beim Brand im Dessauer Polizeirevier. Gegen 12.19 Uhr sei der Alarm mit den Worten „Kellerbrand im Polizeirevier“ in der Zentrale eingegangen. Als Zusatzinformation wäre der Feuerwehr zudem mitgeteilt worden, dass eine Person vermisst würde. Aus Richtung Hauptbahnhof sei der Löschzug dann in die gefahren. Vor dem Haupteingang habe eine Polizeibeamtin gestanden und sie eingewiesen. Während der Anfahrt hätte er gesehen, dass „sämtliche Türen offen standen“, erinnert sich der Zeuge. Das Reviergelände hätten die Einsatzfahrzeuge schließlich über den beschrankten Seiteneingang in der Wolfgangstrasse befahren; die Eingangstür zum Gewahrsamstrakt sei bei seiner Ankunft geöffnet gewesen. „Wir sind dann rein, auf der Treppe lag ein Gartenschlauch, später haben wir noch einen Feuerlöscher gefunden“. An dieser Stelle interveniert Richter Steinhoff: „Stopp. Das geht mir zu schnell“.

Der Vorsitzenden hält dem Zeugen vor, dass in der Akte die Alarmzeit mit 12.11 Uhr protokolliert sei. Lutz K. beharrt auf die Zeitangabe 12.19 Uhr und begründete dies mit dem ihm vorliegenden Computerausdruck: „Unser Rechner registriert exakt die Alarmzeit“. Dann bittet Steinhoff den Zeugen zum Richtertisch. Nach einem kurzen Gespräch nimmt Lutz K. wieder im Zeugenstand Platz. Der Vorsitzende gibt dann bekannt, dass die Alarmzeit 12.05 Uhr gewesen sei.

Lutz K. berichtet nun weiter von den Ereignissen. Auf dem Hof habe sich neben dem Löschzug auch ein Notarzt- und Rettungswagen befunden, letztere seien jedoch nicht über die Feuerwehr beordert, bzw. bereitgestellt worden.

Er sei überdies der Erste Feuerwehrmann vor Ort gewesen, aus dem Keller sei starker Rauch in den Hof gequollen, nach seiner Einschätzung sei es zu dem Zeitpunkt nicht mehr möglich gewesen, ohne Atemgerät in den Keller zu gelangen. Der Zeuge gibt weiterhin an, dass er unmittelbar neben dem Eingangsbereich zum Gewahrsamstrakt vier bis sechs Polizisten wahrgenommen habe, darunter habe er bei zwei Beamten einen verrußten Naseneingang registriert und daraus geschlossen, dass die beiden bereits unten in der Zelle gewesen seien.

Der Richter erfragt nun die Details zur Einweisung durch die Polizei. Lutz K. kann sich nicht erinnern, wer genau ihn eingewiesen habe, wisse jedoch noch, dass die Person „etwas dicklich“ gewesen sei und eine Uniform getragen habe. Dieser Person habe ihm zugerufen: „Erste Zelle rechts“. Weiterhin sei ihm berichtet worden, dass die im Gewahrsamstrakt befindliche Person an Hand- und Fußfesseln fixiert sei und alle Zellentüren offen stehen würden. Ihm sei dann der Schlüssel für die Fesseln übergeben worden.

Daraufhin habe er den ersten Trupp der Feuerwehr, bestehend aus zwei Mann, zur Bergung des Inhaftierten in den Gewahrsamstrakt hinunter geschickt. Unmittelbar danach habe ein zweiter Trupp den Keller mit einer Wärmebildkamera betreten. Während mittlerweile also vier Feuerwehrmänner im Gewahrsamstrakt gewesen seien, habe er sich zur Lösung des Rauchproblems für eine Rauchabsaugung entschieden. Um diesen Vorgang zu beschleunigen sei ein Kellerfenster im Gewahrsamsbereich eingeschlagen worden: „Dann funktionierte die Entlüftung“. Weiterhin führt der Zeuge aus, dass jeder Trupp ein Funkgerät dabei gehabt habe, und er die beiden Trupps dann angefunkt und um Informationen gebeten. Als er keine Antwort erhielt, habe er sich entschlossen, selbst mit einem Kollegen in den Gewahrsamsbereich einzudringen. Dort sei er dann auf die andere Feuerwehrbeamten gestoßen, die er gefragt habe, ob sie jemanden gefunden haben, was diese verneinten. „Dann haben wir alles noch mal abgesucht. Ich bin dann noch mal in die erste Zelle und zum Feuer zu“. Auf die Frage, wie oder wo Jalloh gebrannt habe, antwortet Lutz K., er habe „eher mittig gebrannt“. „Die Fächerstellung war schon erkennbar“, erinnert er sich an die für den Verbrennungstod typische Körperhaltung. Die Person sei daraufhin abgelöscht worden und man habe „alles so gelassen“, um die Leiche dann der Polizei übergeben.

Zu den Sichtverhältnissen im verqualmten Gewahrsamstrakt befragt, meint der Zeuge, dass man im Stehen wohl nur ein bis zwei Zentimeter weit habe sehen können. „Unten waren die besten Sichtverhältnisse, wir sind dann so rein, am Boden konnten wir 30 bis 40 Zentimeter weit sehen.“ Zu den Temperaturen könne er ferner nichts sagen, da über die Schutzbekleidung kein Temperaturempfinden möglich gewesen sei. Aus der Beschaffenheit des Feuers schließt der Zeuge jedoch, dass die Hitze nicht allzu groß gewesen sein könne, die Flammenhöhe habe nur 30 bis 40 Zentimeter betragen.

 

Nun übernimmt der Staatsanwalt die Befragung und erkundigt sich, ob die Feuerwehr einen Lageplan des Polizeireviers besitze. Diese Frage wurde von dem Zeugen verneint.

Auf die Frage des Oberstaatsanwalts Preissners, ob er von Hand- und Fußfesseln gewusst habe, antwortet der Zeuge : „Ich bin davon ausgegangen, dass er sich noch bewegen kann im Raum, sich in Sicherheit bringen kann“. Er ging also davon aus, dass Herr Jalloh zwar an Händen und Füßen, jedoch nicht an der Matratze fixiert war.

Ein weiteres Hindernis beim Auffinden des jungen Mannes war die ungenaue Beschreibung der Kellerräumlichkeiten. Der Feuerwehr wurde gesagt es sei die erste Zelle rechts, woraufhin diese davon ausging es sei die erste Tür rechts. Tatsächlich handelte es sich jedoch um die zweite Tür, die erste führt zum Technikraum.

 

RA`in Götz beginnt mit der Frage, wie die Leiche gelöscht wurde. Dazu führt der Zeuge aus : „Mit einer mechanisch betriebenen Kübelspritze war Jalloh leicht zu löschen“. An einen zeitlichen Ablauf des Löschvorgangs kann er sich heute entgegen der polizeilichen Vernehmung nicht erinnern. Den Zustand der Leiche beschreibt er wie folgt :“Er hatte schwere Verbrennungen.“ Aufgrund der langen Flammeneinwirkungen seien Aufplatzungen des Fleisches gut zu sehen gewesen. Er gibt auch an, dass der einweisende Beamte uniformiert gewesen sei, er jedoch nicht sagen könne, um wen es sich dabei handelte.

Ferner habe er nach Beendigung des Einsatzes am Rande beobachtet, dass der Beamte Mö. wegen psychischer Probleme vom Notarzt betreut wurde, jedoch auf dem Revier verblieb.

 

RA Isensee befragt den Brandoberamtsrat erneut zum Zustand der Leiche. Er äußert, der junge Mann habe auf dem Rücken gelegen und die Beine wären aufgrund der hitzebedingten Muskelkontraktion angewinkelt gewesen. Den Entstehungsort des Feuers vermute er in der Mitte der Matratze.

 

Auf die Frage des Nebenklagevertreters, ob die Leiche ein zweites Mal gebrannt habe, gibt er an, dass nach dem Ablöschen die Leiche noch einmal aufgeglimmt wäre, woraufhin sie ein zweites Mal gelöscht werden musste.

 

Erstmalig im gesamten Prozessgeschehen befragt Sachverständiger Kleiber von der Gerichtsmedizin Halle einen Zeugen. Er möchte von Lutz K. wissen, ob die Leiche während des Löschakts mechanisch berührt worden wäre. Dieser verneint dies und führt weiter aus:.

„ Selbst mit einer Wärmebildkamera war die Person nicht erkennbar. Jetzt macht es Sinn, weil die Person selbst gebrannt hat.“ Denn bis zu diesem Zeitpunkt wäre die Feuerwehr davon ausgegangen, dass es sich um eine brennende Decke handle, nicht um einen Menschen.

 

Im weiteren Verlauf der Zeugenbefragung wird die Zuständigkeit für brandtechnische Kontrollen zur Sprache gebracht. Laut dem Beamten wäre die Verantwortung dafür vom Landesverwaltungsamt auf die Kommune übergegangen.

 

Verteidiger Teuchtler fragt nach möglichen Ursachen für Fehlalarme bei Rauchmeldern.“ Einlagerungen von Rußpartikeln, Staub und fehlende Wartung an den Geräten.“, zählt Lutz K. auf. „ Kann auch Wasser einen Fehlalarm auslösen?“, will Teuchtler ganz konkret wissen. „ Ja“, so der Zeuge, „ jedoch nur Wasserdampf.“

 

Der Brandoberamtsrat gibt an, dass die Dessauer Berufsfeuerwehr für viele öffentliche Einrichtungen Lagepläne habe, in denen u.a. Treppenhäuser und Wasserentnahmestellen eingezeichnet sind. Für das Polizeirevier Dessau verfügte man jedoch über keinen solchen Plan.

Kategorien: afro beat · black germany · oury jalloh

[bts] Pressemitteilung zum zweiten Block Verhandlungstermine

2007 .. April .. 19 · Kommentar schreiben

 

“Institutionalisierte Verachtung von Migrant_innen bei der Dessauer Polizei”

Pressemitteilung zum zweiten Block Verhandlungstermine

Zweite Runde
Am Donnerstag, den 19. April, wird um 9.00 Uhr am Landgericht Dessau der Prozess gegen zwei Polizeibeamte fortgesetzt, die für den Feuertod des Asylbewerbers Oury Jalloh in einer Dessauer Polizeizelle verantwortlich sein sollen. Es wird die Aussage der Polizeibeamtin Beate H. erwartet, die ihren Vorgesetzten Andreas Sch. schwer belastete. Sch. habe Hilferufe ignoriert und den Feueralarm ausgeschaltet, statt zügig Hilfe zu leisten.

(mehr…)

Kategorien: afro beat · black germany · oury jalloh

[cafe oury] sorry, we’re closed …

2007 .. April .. 19 · Kommentar schreiben

oury jalloh - burnt alivefuer’s erste bleibt das [cafe oury] geschlossen. vielleicht kommt aber nochmal die ein oder andere veranstaltung. auf diesem blog werde ich weiter zeitungsartikel ueber den prozess sammeln.

bleibt auf dem laufendem!

initiative oury jalloh

die prozessbeobachter

karawane

the voice

plataforma

Kategorien: afro beat · black germany · euro mayday · oury jalloh · shangosound · word

[taz] Ein letzter Gefallen für Oury Jalloh

2007 .. April .. 19 · Kommentar schreiben

taz, die tageszeitung Ein letzter Gefallen für Oury Jalloh

Vor drei Jahren eröffnete der Guineer Mouctar Bah ein Internetcafé in Dessau. Dann verbrannte der Asylbewerber Oury Jalloh in einer Polizeizelle. Bah setzt sich für die Aufklärung des Falls ein. Den Gewerbeschein ist er los – wegen seines Engagements?

AUS DESSAU CHRISTIAN JAKOB

Mouctar Bah sagt „Herzlichen Dank“ auch dann, wenn sich eigentlich sein Gegenüber bedanken müsste. Bah ist ein überaus höflicher Mensch. Er kommt aus dem westafrikanischen Guinea und betrieb bis vor kurzem ein Internetcafé in Dessau. In Dessau verbrannte vor zwei Jahren der Asylbewerber Oury Jalloh, gefesselt in einer Polizeizelle. Bah hat maßgeblich dazu beigetragen, dass seit Ende März zwei Polizisten vor Gericht stehen. Unterlassene Hilfeleistung mit Todesfolge, lautet die Anklage.

(mehr…)

Kategorien: afro beat · black germany · oury jalloh

monitor beitrag zu oury

2007 .. April .. 14 · Kommentar schreiben

hab diesen beitrag grad bei youtube gefunden. thx 2 chimurenga2007 4 uploading!

monitor beitrag 

Kategorien: afro beat · black germany · oury jalloh

[break the silence] Zusammenfassung der ersten vier Prozesstage

2007 .. April .. 9 · Kommentar schreiben

Zusammenfassung der ersten vier Prozesstage

www.umbruch-bildarchiv.de
Im ersten Block des Prozesses vom 27. März bis zum 30. März 2007 zum Tod von Oury Jalloh war mehr zu erfahren, als zu erwarten war. Dies, obwohl der Richter offensichtlich das Verfahren nur zur Anklage des Staatsanwaltes durchführen will, die das ganze Geschehen auf unterlassene Hilfeleistung reduziert – und von Beginn an die Beteiligung der Nebenklage als überflüssig ansieht. Dennoch gelang es den drei Anwält_innen der Familie von Oury Jalloh, eine Reihe von Befragungen durchzusetzen, so auch zu dem Tod von dem Obdachlosen Bichtemann 2002. Bei den befragten Polizisten wurde lebhaft die Ignoranz und Verachtung spürbar, die Oury Jalloh an dem Morgen des 7. Januar 2005 erfahren musste. Mensch hat den Eindruck, es gibt unter den Kollegen der Polizei in Dessau eine unausgesprochene Solidarität, keine Krähe hackt der anderen ein Auge aus. Der männliche Korpsgeist hält die Reihen fest geschlossen. Alle Beamten unterliegen fast einer Amnesie, wenn es um die Zeit zwischen 11.00 Uhr und 12.30 Uhr am 7. Januar 2005 geht.

#   Den ganzen Artikel bei der Initiative Oury Jalloh http://initiativeouryjalloh.wordpress.com/2007/04/06/zusammenfassung-der-ersten-vier-prozesstage/

Kategorien: afro beat · black germany · oury jalloh

[cafe oury] break the silence – diese woche

2007 .. April .. 2 · 1 Kommentar

[cafe oury] das prozesskosten soli-cafe im b5* st. pauli * jeden mittwoch von  1800 - 2400 * ouryjalloh.tkdis week pon your t’tables:
a. c. a. b. soundsystem lgs.
shango sound intl. listen

reggae * dancehall * soca * hip-hop * funk * soul * highlife * afro-beat

free kicker & free internet.

film: ‘der tod in der zelle

i-tal & african food. cd’s & mixtapez. information.

link up: acab@ouryjalloh.tk

Kategorien: afro beat · black germany · euro mayday · nasen · oury jalloh · shangosound · sound · word

4.Prozesstag um den Tod Oury Jalloh in Dessau

2007 .. April .. 1 · Kommentar schreiben

warum starb oury jalloh - prozessouryjalloh.de - die prozessbeobachter informieren ueber den prozess in dessau4.Prozesstag um den Tod Oury Jalloh in Dessau

ProzessbeobachterInnen 30.03.2007 21:30 Themen: Antifa Antirassismus

Pass` auf, dass du nicht irgendwo in eine Spritze greifst!

Der Prozess ist mittlerweile auf einen Zeitraum von zwanzig Tagen ausgeweitet.

Der fünfte Prozesstag im Fall Oury Jalloh beginnt zunächst mit einer 20minütigen Beratungspause. Es gilt zu entscheiden, ob der heute zu befragende Zeuge Udo S., Polizeibeamter des Reviers Dessau, eine partielle Belehrung zum Zeugnisverweigerungsrecht nach §55 StPO erhalten soll.

Die Ermittlungen gegen den Polizisten, der ebenfalls an der Leibesvisitation des Herrn Jalloh beteiligt war, wurden im Vorfeld des Prozesses eingestellt. Da er sich heute zur Sache einlassen soll, bestehe die Gefahr, dass er sich mit seinen Aussagen gegebenenfalls selbst belaste und eventuell das Verfahren gegen ihn wieder eröffnet werden könnte. So stellt RA Tamoschus den Antrag, den Zeugen zu belehren, dass er (mehr…)

Kategorien: afro beat · black germany · euro mayday · oury jalloh

Rassismus-Vorwürfe im Dessauer Polizisten-Prozess

2007 .. April .. 1 · Kommentar schreiben

Standort: MDR.DE | Nachrichten | Meldungen

Rassismus-Vorwürfe im Dessauer Polizisten-Prozess

 

Internationale Beobachter des Oury-Jalloh-Prozesses haben der Dessauer Polizei Rassismus vorgeworfen. Nach dem vierten Prozesstag erklärten sie, das Gericht stehe vor der Wahl, den Rassismus der Polizei zu verurteilen oder zu unterstützen. Künftig müsse verhindert werden, dass Behörden Ausländer diskriminierten. Der Asylbewerber Oury Jalloh war vor zwei Jahren in einer Polizeizelle verbrannt. Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft könnte der Afrikaner noch leben, wenn die diensthabenden Beamten die Signale des Rauchmelders nicht ignoriert hätten. -Seit Dienstag müssen sich die beiden Polizisten vor dem Landgericht Desssau verantworten.

zuletzt aktualisiert: 30. März 2007 | 19:08

Quelle: MDR 1 RADIO SACHSEN-ANHALT

Kategorien: afro beat · black germany · euro mayday · oury jalloh

Rassismus in Dessau beklagt

2007 .. April .. 1 · Kommentar schreiben

Zum Inhalt dieser Ausgabe |
31.03.2007 / Inland / Seite 5


 


Rassismus in Dessau beklagt

Internationale Beobachter werfen Polizei »organisierte Verantwortungslosigkeit« vor. Dienstgruppenleiter ist Hauptangeklagter im Prozeß um den Tod des Asylbewerbers Oury Jalloh
Von Birgitt Pötzsch, Dessau (AP)
Gedenkdemonstration für Oury Jalloh in Dessau am 7. Januar 2007Am Rande des Verfahrens um den Tod des Asylbewerbers Oury Jalloh in einer Polizeizelle haben internationale Prozeßbeobachter der Dessauer Polizei am Freitag Gewalt, Rassismus und »organisierte Verantwortungslosigkeit« vorgeworfen. Das Gericht stehe vor der Wahl, den Rassismus der Polizei zu verurteilen oder ihn zu unterstützen, hieß es auf einer Pressekonferenz am Rande des vierten Prozeßtages vor dem Dessauer Landgericht.

Der 23jährige Oury Jalloh aus Sierra Leone war am 7. Januar 2005 in Dessau in einer Gewahrsamszelle der Polizei verbrannt. Der an Händen und Füßen gefesselte Mann soll laut Staatsanwaltschaft seine Matratze mit einem Feuerzeug selbst angezündet haben. (mehr…)

Kategorien: afro beat · black germany · euro mayday · oury jalloh

[oury jalloh] 3. Prozesstag – 29. März 2007 // 9.00 – 16.15

2007 .. April .. 1 · Kommentar schreiben

Die Prozessbeobachtung berichtet taeglich auf einer[cafe oury] break the silence … eine schwester protestiert in gedenken an oury jalloh. cafe oury … jeden mittwoch von 18 - 24 00 … im b5 * st.pauli * brigitten str. 5 * shango sound … lgs … a.c.a.b. sound system … http://www.ouryjalloh.tk eigenen Seite. Sehr informativ! Unterstuetzt die laufenden Aktionen in Dessau und anderswo. Spendet! Kommt zum Cafe Oury – jeden Mittwoch im B5, St. Pauli.

________________________________________________________________

3. Prozesstag – 29. März 2007 // 9.00 – 16.15

Ich konnte auch noch in die Zelle 5 hineinsehen. Das werde ich nie vergessen. Da war ein dunkelroter Fleck“

Der Brand in Zelle Fünf

Der heutige dritte Tag des Prozesses um den Feuertod von Oury Jalloh findet leider komplett ohne die beiden Nebenkläger statt. Beide, die Mutter und der Halbbruder des 21- jährigen Westafrikaners, sind während ihres Aufenthaltes in Dessau erkrankt.

Den Auftakt bildet die Befragung der Zeugin Anette F. Die 45jährige arbeitet seit 15 Jahren als Einlassdienst im Dessauer Polizeirevier und war am 07.01.2005 im Dienst. (mehr…)

Kategorien: afro beat · black germany · euro mayday · oury jalloh

[taz] Tod auf der Wache

2007 .. April .. 1 · Kommentar schreiben

  • Neueste Artikel

  • Top-Beiträge

  •  

    April 2007
    M D M D F S S
    « Mär   Mai »
     1
    2345678
    9101112131415
    16171819202122
    23242526272829
    30  
  • Blog Stats

    • 18,233 hits
  • Neueste Kommentare

    dobvb57 zu Hamburg: Nazi Volker F. v…
    sissy2711 zu Hamburg: Nazi Volker F. v…
    mach-Proteste … zu FREE MUMIA! Mündliche Anhörung…
    shango sound zu [129a] PARTY, POKER & POLI…
    shango sound zu [cafe oury] break the silence …
  • Spam Blocked

  • Meta

  • Flickr Photos

    acceptance

    Cardiac

    .

    More Photos
  • Archive